Die Ghaselen des Hafiz

Die Ghaselen des Hafiz

Liebeslyrik aus dem Diwan des Shems-eddin Mohamad Hafiz aus Shiraz (1320-1389) – mystische Liebeslyrik aus Persien

vorgetragen von Jana Kushboo
begleitet von den magischen Klängen der Langhalslaute, gespielt von Frank al-Attar

Frank al-Attarspielt die Langhalslaute Saz

Frank al-Attar spielt die Langhalslaute Saz

Ein Abend voller Poesie und Musik um den persischen Dichter Hafiz, welcher unter dem Namen Muhamad Shems-eddin im 14. Jahrhundert in der persischen Stadt Shiraz lebte und eine umfangreiche Sammlung mystischer Liebeslieder dichtete.

Seine hintergründige Liebeslyrik zwischen Weinhaus und Moschee erfreuten sich schon zu Lebzeiten des Dichters einer großen Beliebtheit im Volk, und noch heute gibt es kaum ein Haus im Iran, wo nicht neben dem Koran eine Sammlung seiner Verse zu finden ist. Sogar als Orakel wird sein Diwan genutzt.

Die Ghaselen des Hafiz handeln vom Leben – sinnlich, traurig, voller Hoffnung und Lebensfreude – und in ihrer Mehrdeutigkeit durchwoben von einer unendlichen Sehnsucht nach dem Göttlichen. So wird das Weinhaus zum Kloster, der Geliebte wird zum Propheten Gottes und die Beschreibung sinnlich weltlicher Liebe ist gleichzusetzen mit der göttlichen. Hinter jedem Vers, selbst dem profansten, kann ein mystischer Sinn verborgen liegen.

Oder wie es der berühmte Orientforscher, Übersetzer und Poet Friedrich Rückert ausdrückte:

„Hafiz,

wo er scheint Übersinnliches nur zu reden,

redet über Sinnliches;

Oder redet er, wo über Sinnliches er zu reden scheint,

nur Übersinnliches?

Sein Geheimnis ist unübersinnlich,

denn sein Sinnliches ist übersinnlich.“

Das Ensemble ParFumar - Frank al-Attar und Jana Kushboo

Das Ensemble ParFumar – Frank al-Attar und Jana Kushboo

Jana Kushboo und Frank al-Attar vom Ensemble ParFumar haben es sich zur Aufgabe gemacht, die alten Verse nicht nur zu reproduzieren, sondern neu entstehen zu lassen.

In einer neuen Sprache, einem fremden Land und einer fremden Kultur, fast 700 Jahre später. So haucht, ruft, fleht, flüstert Jana Kushboo den Worten des Dichters neues Leben ein, während Frank al-Attar, auf seiner Langhalslaute Saz klassische, persische Melodien variierend, einen Teppich webt, um den Dichter durch Raum und Zeit schreiten zu lassen, direkt in die Herzen der Zuhörer im Hier und Jetzt.

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